Anatomin's Wege zur esoterischen Erleuchtung im Netz

Wer Drogen nimmt braucht keine Engel?

Posted in Uncategorized by anatomin on 21. September 2009

Und noch ein Nachtrag zu meinen letzten beiden Artikeln (hier und hier) über Garri Rober:

So scheint Garri Rober ein ängstlicher Mensch zu sein – wenn man denn seinem Guru Samuel Widmer glauben darf. So zitiert das Schweizer Boulevard-Medium „Blick“ den „umstrittenen Solothurner Psychiater Samuel Widmer (60), der freie Liebe propagiert und praktiziert„, zum Thema Garri Rober: „«Ja, er war bei uns im Seminar», sagt Widmer über Garik R. «Er hat bei uns vor etwa acht Jahren eine Ausbildung für Dekonditionierung, Mindfeeling und Energiearbeit gemacht.» Und weiter: „Widmer blieb mit R. in Kontakt. «Ich mochte ihn, er ist ein zurückhaltender, ängstlicher Typ. Er war dabei, ein Meditationsseminar für uns zu organisieren.»

Das tönt so, als ob da nichts weiter lief.

Doch Widmer steht auch hinter der Homepage des „WorldWide Magic Movement“. Ein gewisser „Kirag“ schrieb dort am 14. November 2008 einen ellenlangen Beitrag unter dem Titel „Was ist psycholytische Psychotherapie?“ Am Ende salbadert „Kirag“:

„In unserer Praxis stehen eine Menge Literatur und auch Videos zum Ausleihen zur Verfügung. Diese können, wie wir finden, zum objektiveren und differenzierteren Betrachten der psycholytischen PT beitragen. Besonders gern empfehlen wir das Buch von Samuel Widmer, bei dem wir in dieser Therapieform ausgebildet wurden, „Ins Herz der Dinge lauschen“, das ebenfalls von uns ausgeliehen werden kann. Nun wünsche ich Dir noch eine fruchtbare Zeit mit Nachsinnen und Nachfühlen.“

Das tönt, angesichts der Todesfälle in Berlin, nur noch zynisch. Denn „Kirag“ ist niemand anders als Garri Rober.

Es war also mehr als nur eine Ausbildung, die ein paar Jahre zurückliegt. Und mehr als nur das Organisieren eines Anlasses in der Zukunft. Denn Garri Rober hat sich, nachdem sein Artikel auf Widmers Seite gepostet wurde, dort auch im Diskussionsforum angemeldet. Zwar ohne je einen nennenswerten Beitrag geschrieben zu haben. Aber das war offensichtlich auch nicht mehr nötig.

Bevor sein Elaborat von Widmers Seite verschwindet, möchte ich es hier integral zur Dokumentation wiedergeben. Denn solcher Schwachsinn hat schliesslich dazu geführt, dass Menschen ihr Leben lassen mussten:

Liebe Freunde, Patienten, Interessenten,

im Folgenden möchte ich Dir das Essentielle über die Psychotherapie (PT) und insbesondere über die psycholytische Psychotherapie, so wie ich diese sehe, verstehe und erfahren habe, beschreiben.

PT ist für mich ein Teil des Selbsterkenntnisprozesses. Je bewusster ich mir über die Ursachen und Folgen meiner Gedanken, Gefühle und Handlungen bin, um so mehr Möglichkeiten habe ich, mein Verhalten, also mein ganzes Leben so zu gestalten, dass ich ein zufriedenes, erfülltes, sinn- und liebevolles Leben führen kann. Ein Leben, in dem ich meinen Platz als Mann oder Frau, als Mutter oder Vater, als Kind, als Mensch, als ein Teil der Natur, ein Teil des Ganzen erkenne und diesem (immer wieder) zustimme.
Therapie und Selbsterkenntnis dienen dazu, zu erkennen, wie ich mich – man kann auch sagen, wie mein ICH sich – durch bestimmte Denk- und Verhaltensmuster dem eigentlichen Glück und der Liebe in den Weg stelle(t). Diese kindlichen, uns krank machenden Denk- und Verhaltensweisen sind Folgen der Konditionierungen. Zum einen sind wir durch das Verhalten und die Denk- und Sichtweisen unserer Eltern bzw. wichtiger Bezugspersonen (Lehrer, Stiefeltern, Pfarrer usw.), bereits in der Kindheit wesentlich geprägt worden. Zum anderen tragen wir in uns die Konditionierungen/Prägungen/Muster, die sich in der Menschheit bereits seit Jahrhunderten und Jahrtausenden manifestiert haben. Dazu gehört z.B. das unangemessen aggressive Verhalten der Kinder, obwohl diese in friedlicher Umgebung aufwachsen, dazu gehört die Eifersucht, deren Kern das Besitzdenken bildet, dazu gehören auch so genannte übernommene Gefühle. Das sind Gefühle, die wir in uns tragen und die unser Leben ganz wesentlich bestimmen, obwohl sie eigentlich nicht unsere eigenen sind, sondern zu unseren Vorfahren gehören. Gefühle, die damals – noch lange vor unserer Geburt – durch Schicksalsschläge ausgelöst, aber nicht gesehen, gehalten und angemessen ausgedrückt wurden. All die Gefühle und Verhaltensweisen, wo wir den Eindruck haben „das bin ich eigentlich nicht“, können tatsächlich übernommen sein. Ganz konkrete Auseinandersetzung mit der Art und Weise wie wir leben, und wie wir mit Konflikten umgehen, ist PT. Ein tiefes Sehen und Verstehen, wie ich funktioniere, wie mein ICH funktioniert und was es ist, ist PT. Aber vor allem ist PT Arbeit an sich selbst und der Veränderung (Dekonditionierung) der eigenen Denk-, Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen. Kern der PT ist die Befreiung durch Übernahme der Verantwortung für alles, was sich in meinem Leben ereignet.
Es gibt genug Informationen über verschiedene Therapieformen, mit denen die meisten Psychotherapeuten arbeiten (im Internet oder in den Büchern). Doch es gibt sehr wenig objektive, auf Erfahrungen beruhende und wissenschaftlich begründete Informationen über die psycholytische PT.
Der Begriff psycholytisch steht für: psychische Blockaden auflösend. Mit der Psyche ist genau das ICH gemeint, das, wie oben beschrieben, aus Konditionierungen, Mustern, Prägungen besteht, die wir unbewusst, mehr oder weniger freiwillig, übernommen haben, und mit denen wir uns das Leben und anderen schwer machen. Die eigentliche auflösende und heilende Kraft in diesem Prozess, ist die Selbsterkenntnis: das unverfälschte Sehen von dem wie ICH bin (wie ICH ist) und wie die Welt wirklich ist. Um den Selbsterkenntnisprozess zu vertiefen, bedient sich die psycholytische PT der Hilfe verschiedener chemischer, pflanzlicher und tierischer Substanzen, die ihre Hauptwirkung im ZNS, also im Gehirn, entfalten. Man spricht auch von Drogen, Medikamenten, Sakramenten oder von bewusstseinerweiternden Mitteln. An dem Wort „Droge“ kann man übrigens sehr schön sehen, wie unsere Konditionierung funktioniert. Sobald man dieses Wort ausspricht, führt es bei fast allen Menschen zu folgenden automatischen (weil von außen konditionierten) Reaktionen:

* im Denken assoziiert man gleich: gefährlich, Sucht erzeugend, zerstörend, Kontrolle verlierend, asozial u.ä.;
* im Fühlen entstehen Unsicherheit oder Angst, Enge und damit einhergehend eine psychische Abwehrhaltung;
* körperlich wirkt sich das als Anspannung, Anhalten des Atems und unsicherem bis misstrauischem Blick aus.

So ist die Reaktion, die man als Therapeut in der Regel beobachten kann, wenn man das Thema anspricht. Zurück zu führen ist diese Reaktion auf zu wenig objektive und zu wenig differenzierte Information. Es ist übrigens ähnlich mit dem Begriff „PT“. Viele Menschen sind so konditioniert, dass dieser Begriff Gedanken und Gefühle wie: “es ist etwas für Verrückte, ich brauche das bestimmt nicht, Psychotherapeuten haben selber nicht alle Tassen im Schrank, das Reden hilft doch sowieso nicht usw.“ auslöst. Auch darüber haben die Menschen zu wenig objektive Informationen.
Aber zurück zur psycholytischen PT. Man kann sagen, dass sich die Menschheit dieser Methode auf allen Kontinenten bereits seit Jahrtausenden bedient. Schamanen, Heiler, Medizinmänner und -frauen setzen zur Heilung psychoaktiv wirkende Substanzen pflanzlichen oder tierischen Ursprungs ein. In den letzten 20 bis 40 Jahren wurde nach und nach der Besitz und Gebrauch von bestimmten Pilzen, Pflanzen und chemischen Verbindungen wie LSD oder MDMA (Extasy) verboten. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass das Verbot nicht aus medizinisch-gesundheitlichen, sondern aus politischen Gründen ausgesprochen wurde.

Wie auch immer, es wurden uns Ärzten und Psychotherapeuten einige sehr wirksame und heilbringende Medikamente durch diese Verbote aus der Hand genommen.
Allerdings wurde die psycholytische PT, die ihren Ursprung als wissenschaftlich anerkannte Therapieform in den 50er Jahren hat, an sich nicht verboten.
Es gibt nach wie vor auch nicht verbotene Mittel bzw. Medikamente, die ähnlich wie MDMA, LSD oder psychoaktive Pilze bzw. Kakteen wirken. Diese Substanzen (wie z.B. Ketamin und Ephedrin) setze ich und einige Kollegen im In- und Ausland für psycholytische PT ein. Meine Erfahrungen als Psychotherapeut (seit über 20 Jahren) und als psycholytischer Psychotherapeut (seit über 10 Jahren) zeigen, dass die von den Krankenkassen anerkannten Therapieformen (aber auch die s.g. humanistische PT wie Gestalt- und Körperarbeit, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden) in diesem Prozess der (Selbst-) Veränderung und neuer Lebensgestaltung immer wieder nicht tief genug führen und deshalb nicht so effektiv und erfolgreich sind. Sie geben nicht genügend alltagstaugliche Werkzeuge, um ein selbstverantwortetes – eben weit gehend unkonditioniertes – Leben zu führen. Deshalb biete ich in meiner Praxis auch die psycholytische PT an. Indikationen, Kontraindikationen und Nebenwirkungen stimmen weitestgehend mit anderen PT Methoden (vor allem Körper orientierten) überein, also auch was die Suchtgefahr bzw. Abhängigkeit angeht.

Zusätzlich indiziert ist sie, wenn der klassische psychotherapeutische Prozess längere Zeit nicht weiter führt, oder wenn man den Prozess intensivieren und vertiefen möchte.

An dieser Stelle möchte ich noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die psycholytische PT in Deutschland keine Krankenkassenleistung ist, und selbst bezahlt werden muss.

Konkret sieht die Behandlung so aus, dass nach Anamnese- und Kennenlernphase (ca. 2-3 Monate) die erste Sitzung mit Einsatz von psycholytischen Hilfsmitteln in einer Gruppe, oder seltener als Einzelsitzung, stattfindet. Die bei dieser Sitzung aufkommenden Einsichten, Erkenntnisse, Schwierigkeiten und Fragen brauchen genügend Integrationszeit, um im Alltag wirksam zu werden. Die folgenden Sitzungen mit psycholytischen Hilfsmitteln können (falls nötig) dann nach der Integration (Aufarbeitung) der vorangehenden alle 3-4 Monate stattfinden. Es gibt da aber keine festen Regeln, sondern man muss dies je nach Therapieverlauf und persönlicher Entwicklung ganz individuell mit dem Patienten entscheiden.
Die Gesamttherapiedauer beträgt 2-5 Jahre, so wie jede andere tiefenpsychologisch orientierte Therapieform. Sie hängt in erster Linie von dem Ausmaß der psychischen Störung, der Bereitschaft der/des Patientin/Patienten, sich auf die für sie/ihn schwierigen Gefühle und Erinnerungen einzulassen, und natürlich auch von den Erfahrungen und den Fähigkeiten des/der Therapeuten/in.

Lieber Freund, Patient, Interessierter,
mir ist natürlich bewusst, dass mit diesem Informationsblatt nicht alle Fragen in Bezug auf PT und psycholytische PT beantwortet sind. Auf diese, aber auch auf Deine Unsicherheiten und Befürchtungen können wir im Einzelgespräch näher eingehen.

Noch ein letzter Hinweis:
In unserer Praxis stehen eine Menge Literatur und auch Videos zum Ausleihen zur Verfügung. Diese können, wie wir finden, zum objektiveren und differenzierteren Betrachten der psycholytischen PT beitragen. Besonders gern empfehlen wir das Buch von Samuel Widmer, bei dem wir in dieser Therapieform ausgebildet wurden, „Ins Herz der Dinge lauschen“, das ebenfalls von uns ausgeliehen werden kann.
Nun wünsche ich Dir noch eine fruchtbare Zeit mit Nachsinnen und Nachfühlen,

alles Liebe,
November 2008
Kirag

Wie bekloppt die Leute um Widmer sein müssen, lässt sich vielleicht auch mit einem Zitat aus dem Forum belegen. Da schreibt dann eine „Ket“ folgendes Textlein, und man wundert sich, weshalb sie noch nicht in der geschlossenen Anstalt darbt:

„Psycholyse ist ja zunächst einmal ganz schlicht die Einnahme bestimmter Drogen in einer bestimmten Weise und zu einem bestimmten Zweck. Ich verstehe sie als einen Schlüssel, der den Menschen – vom Universum, der Natur, Gott oder wem oder was auch immer – geschenkt ist, um Einsicht nehmen zu können in die Tiefen des Seins. Psycholyse ist ein Schlüssel zum Tor, das den Raum ins Universelle öffnet. Und wozu dient das, Einsicht ins Universelle zu schaffen? Wofür ist das überhaupt gut? Wohl, um so viel zu verstehen, dass man ein Leben mit Sinn führen kann, versteht, was es braucht für ein gutes, glückliches Leben miteinander, danach handeln kann und das dann auch tut. Wer so weit gekommen ist, bedarf dieser Engel nicht mehr und lädt sie nur noch ein zum Feiern von Festen, die die Liebe preisen. Die Liebe steckt da drin in diesen Substanzen.“

Naja, zweifellos ein gelungener Beitrag von KET zum Engel-Boom…

Werbeanzeigen

12 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. T. Sokolov said, on 21. September 2009 at 22:58

    Gott im Himmel, was haben sie Ihnen denn angetan?
    Endlich ein Thema gefunden? Gestern noch Garri Rober, heute schon Garri Robert –
    ein bisschen Lektüre bei Albert Hofmann, Aldous Huxley, Ernst Jünger, Stanislav Grof, Yehiel De-Nur, Constance Newland et al. schafft eine Auszeit und bildet.

    Der Typ ist unverantwortlich, keine Frage – er verfüttert seinen Patienten Psychedelika aus irgendwelchen finsteren Dreckecken.
    Aber dass diese Dreckecken überhaupt existieren, resultiert einzig und allein aus 40 Jahren gehirngewaschener war on drugs – Hysterie.

    Just say know.

    • anatomin said, on 21. September 2009 at 23:17

      Wenn mir das Korrekturprogramm in die Parade fährt, habe ich zum Glück ja noch meinen lieben T. Sokolov. Der schlägt einem dummen Hausmütterchen wie mir prompt, keck und heftig eine geballte Dosis Bildungsbürgertum um die Ohren, dass die eustachische Röhre wackelt! Aber was wollen Sie mir sagen? Dass am Ende der Staat Schuld an allem trägt? Dass Eigenverantwortung mistig sei?

      • T. Sokolov said, on 23. September 2009 at 23:14

        Sie haben recht, ich kann da natürlich nur von mir reden – aber wenn ich feststelle, dass mir das Korrekturprogramm dazwischengefunkt hat, ohne dass ich es bemerkt habe, dann ist das für mich ein Signal, mich zurückzulehnen und tief durchzuatmen.

        Und nein, der Staat trägt nicht die Schuld an allem – aber er trägt die Schuld daran, dass der rum wie num existierende Markt für psychedelische Substanzen solch eine unwägbare Grauzone und Gelddruckmaschine für die Organisierte Kriminalität ist.
        Und dass die bereits über viele Jahre gesammelten teils spektakulär positiven Erfahrungen mit psycholytischen / psychedelischen Therapien von als unheilbar geltenden Zwangs-, Angst- und Suchtpatienten derart nachhaltig kriminalisiert und diskriminiert sind, dass suchende Betroffene sich bei windigen Straßendealern versorgen müssen.
        Das wiederum, finde ich, fordert von ihnen ein Maß an Eigenverantwortung, vor dem ich den Hut ziehe.

  2. F. Collins said, on 22. September 2009 at 10:52

    Guten Tag,
    die Arbeiten von Widmer und anderen auf diesem Gebiet tätigen Personen sind nicht durchweg schlecht. Gerade gibt es auch in den USA wieder Forschung auf dem Gebiet der psycholytischen Therapie. LSD, MDMA usw. können durchaus als Medikament verwendet werden. Ich empfehle einen Besuch bei MAPS (www.maps.org)…
    Ein unverantwortlicher Autofahrer ist noch lange kein Grund alle Autofahrer und Autobauer zu verdammen…

    ich schließe mich an:
    Just say know

    • anatomin said, on 22. September 2009 at 11:13

      Nun, betrachtet man das Ganze isoliert und losgelöst von der ganzen Eso-Bewegung, dann ist es tatsächlich ein diskutables Thema.

      Ob hier aber ausgerechnet die MAPS mit ihrem Gründer Rick Doblin als Referenz geeignet ist? Doblin war sehr eng mit Manuel Schoch liiert. Und das lässt bei mir alle Alarmglocken läuten. Denn unter Schoch’s Ägide kam es in seinem Zentrum in Zürich tatsächlich zu Drogen“therapien“, aber auch zu wiederholtem Missbrauch von Patientinnen. Was wiederum fatal an Widmer erinnert.

      Was bei mir die Frage auslöst, ob der therapeutische Gebrauch von Drogen zwingend mit dem sexuellen Missbrauch von Patientinnen einhergehen muss. Klar, die Frage ist polemisch. Aber wer mir mit Doblin kommt, muss sich das gefallen lassen.

      • wiewardas said, on 23. September 2009 at 13:41

        Manuel Schoch und Patientinnen Missbrauch. Da weiss jemand einiges, das ich nicht weiss. Darf ich mehr darüber erfahren?

      • anatomin said, on 23. September 2009 at 14:53

        Nur nicht drängeln! Auch ein Muttchen wie ich braucht ab und an seine Erholungsphase.

  3. Dr. Reinhard Hildebrandt said, on 23. September 2009 at 17:24

    Sehr geehrte Betreiber von https://esoquatsch.wordpress.com/,
    gegen Sie sind einige Anklagen bei uns eingegangen und wir wollten Sie darüber informieren das wir rechtliche Schritte gegen Sie eingeleitet haben. Wir haben Ihre IP Adresse und den Inhalt Ihrer Website sichergestellt und an die entsprechende Behörde weitergeleitet und Strafanzeige erstattet. Die Anklage beinhaltet unter anderem:
    Verstoss gegen das Copyright von Bilder und Fotos. Bei einigen Beiträgen haben Sie Fotos verwendet für jene Sie keine Lizenz besitzen. So z.B. Bei folgenden Beiträgen: Kremierte Leichen leben länger, Zeitsprünge eines Mystikers, Tänzer im Irrsinn, Der geflügelte wässrige Rene und weitere…
    Ausserdem machen Sie klare Aussagen die gegen das Antirassismus-Gesetz der Bundesrepublik Deutschland verstossen, mit einigen Aussagen über Bert Hellinger. Ausserdem Prüfen wir in diesem Fall noch eine weitere Klage wegen Verleumdung, da Sie Herrn Hellinger als Pädophilen bezeichnen.
    Weitere Verleumdungen werden geprüft, da Sie klare fehl Informationen verbreiten.

    Dies sind nur einige Punkte bei denen eine Anklage bei uns gegen Sie eingereicht wurde. Sie werden in der nächsten paar Wochen nochmals per Post informiert. Sobald wir die Adresse und den Namen über die IT erfahren haben. Die Schadensersatzansprüche belaufen sich zur Zeit auf 250 000 Euro, weiter Ansprüche sind noch vorbehalten.

    Dies dient nur als vorab Information!

    Es Grüsst Anwaltskanzlei Dr. Reinhard Hildebrandt

    • anatomin said, on 23. September 2009 at 20:04

      Anklagen sind bei Ihnen eingegangen? Das erstaunt mich, denn bisher ging ich davon aus, dass die bei der Staatsanwaltschaft eingereicht werden. Naja, wie geschrieben: Ich bin ein dummes Muttchen und habe von nix keine Ahnung. Aber was mich viel mehr interessieren würde: Lernt man als Anwalt nicht mehr, auf die Groß- und Kleinschreibung sowie das Formulieren einigermaßen korrekter Sätze Wert zu legen? Und in welchem Land wollen Sie eigentlich eine Klage eingereicht haben? In Deutschland, wo der geschätzte Herr Hildebrandt praktiziert? Oder in der Schweiz, wo Sie sich aufhalten? Oder in den USA, wo der Server steht? In Neufundland, wo ich mich zur Zeit befinde?

      Ach ja, da Sie ja so toll juristisch gebildet sind, darf ich Ihnen einen kleinen technischen Hinweis geben: Wenn Sie unter anderem Namen hier drin einen Pro-Voggenhuber-Kommentar posten sollten Sie darauf achten, dass Sie eine andere IP verwenden, sobald sie sich als „Dr.“ ausgeben. Denn das Verwenden eines Doktortitels, ohne einen solchen zu besitzen, ist ebenfalls strafbewehrt :-p

      • IchSchauMalSoVorbei said, on 26. September 2009 at 07:35

        Da fühlen sich aber ein paar „seriöse“ Zeitgenossen auf den Schlips getreten *lach*

  4. Mensch said, on 18. Oktober 2009 at 12:00

    Hallo,

    ich habe mir auf diesen Seiten drei Artikel zu den Themen Rober und Widmer durchgelesen. Danach kam in mir der Impuls auf, etwas beizutragen. Ich kann die Sichtweise des Schreibers nachvollziehen. Naturgemäss habe ich eine andere Sicht auf die beschriebenen Umstände. Einmal, weil ich selbst Teilnehmer solcher Sitzungen war; zum anderen, weil ich heute einen anderen Weg für mich gefunden habe.

    Meine Wahrnehmung dieser Artikel ist so, dass sie mir erlaubt, einige Schlüsse über die persönlichen Einstellungen des Schreibers zu bestimmten Themen zu ziehen. Ich vermute aufgrund meiner Schlüsse, dass der Schreiber bisher nicht an einer solchen Sitzung teilgenommen hat oder dies vorhätte. Richtig?

    Was mich letztlich von „meinem“ damaligen Reise-Veranstalter weggeführt hat, war dessen blinder Fleck; jene Dinge, die er selbst nicht sehen mochte. Ich habe für mich erkannt, dass ich einem anderen Menschen nichts über diesen blinden Fleck sagen kann, solange dieser Mensch selbst die Augen davor verschliesst. Wenn mir an der Offenheit der Beziehung zu diesem Menschen etwas liegt, fühlt sich das jeweils schmerzhaft an.

    Es gibt auch einen gesellschaftlichen blinden Fleck. Bei diesem Dunkelfeld handelt es sich gerade nicht um kollektive Wahrnehmung, sondern um eine unüberschaubare Zahl
    ganz individuellen Wegguckens. In diesem ausgeblendeten Feld liegen die Ursachen für Phänomene, die von Zeit zu Zeit das individuelle Weltbild zu erschüttern in der Lage sind. Gibt es einen wirklichen Unterschied zwischen einem Amoklauf und der Teilnahme an einer psycholytischen Sitzung?

    In beiden Fällen besteht ein Leidensdruck, ausgelöst von unbearbeiten Gefühlen des Alleinseins, des Sich-verlassen-fühlen, der Wut, der Angst – der letztlich zu einem Handeln führt, bei dem man riskiert, von der restlichen Gesellschaft geächtet zu werden.

    Etliche Kritiker, nicht alle, müssen nun selbst zusehen, dass sie ihr Zugehörigkeitsgefühl nicht verlieren. Durch ihre Kritik vermeiden sie jene Gefühle des Alleinseins, des Sich-verlassen-fühlen, der Wut, der Angst. Maximal zeigen sie Empörung oder ein Kopfschütteln. Beides entsteht aus fehlendem Verständnis. Fehlendes Verständnis führt zu Überheblichkeit. All dies gehört jedoch zu dem angesprochenen blinden Fleck des Einzelnen.

    Es gehört zu den psychsischen Mechanismen, das Rationalisierungen genutzt werden, um sich vor Gefühlen zu schützen. Allein dadurch bringen sich Kritiker und Befürworter in eine abgehobene Position. Sie glauben, in dem sie sich ganz auf die Brillianz ihres Verstandes verlassen, unangreifbar zu sein. In gewisser Weise stimmt das auch. Nichts wird diese Menschen wirklich berühren. Doch das hat einen Preis. Diese Menschen werden mit ihrem Wirken auch nur jene berühren, welche ohnehin die gleiche Meinung haben. Eine Veränderung wird nicht stattfinden.

    Was geschieht, wenn Menschen füreinander schreiben, die alle die gleiche Meinung haben, ohne den Anspruch, wirklich berühren zu wollen? Sie versichern sich gegenseitig ihrer Zugehörigkeit zu selben Gruppe – und vermeiden so Eigenverantwortung und Unabhängigkeit (Freiheit).

    Es hat mich traurig gemacht, die drei Artikel zu lesen. Weil der Schreiber zwar eine gute Kombinationsgabe und entsprechende Neugierde zeigt, doch so wenig darüber sagt, wie es ihm mit dem Beobachteten ergeht, welche Gefühle es in ihm auslöst. Stattdessen lese ich zahlreiche Rationalisierungen, die mich nicht berühren.

    Drei weitere Artikel, die bei mir als ein Von-der-Seele-Schreiben gängiger Ressentiments ankommen, und nicht wirklich die Themen anrühren, um die es gehen könnte.

    Warum leiden Menschen?
    Wie können wir helfen, das Leiden zu lindern?
    Welche „gesellschaftlichen“ Ursachen gibt es?
    Welche Folgen hat die zunehmende Gefühllosigkeit (Abspaltung von Gefühlen) ?

  5. Wilko Büttner said, on 10. Dezember 2009 at 17:04

    Wow die ganze Aufregung. Viel Beleidigungen und leider auch keine neugier zu Erfahren um was es geht. Ich kenne diese Sitzungen und finde es gut das es das gibt. Es ist auch gar nichts neues sonder heute einfach Verboten da sich Menschen ändern können durch solche Sitzungen. Wenn man realisiert das es um die Umwelt geht alles was Umwelt ist auch der Mensch. Wir sind auch ein teil davon und durch genaues zuhören in einem selber kommt früher oder später jeder zum gleichen Resultat. Es gab immer wieder genug Menschen die sich eingesetzt habe für andere Menschen. Diese Menschen hatten es nicht immer einfach aber tief im inneren wissen Sie das es richtig ist etwas für die Liebe zu tun. Seit neugierig und lebt und seit so wach wie möglich.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: