Anatomin's Wege zur esoterischen Erleuchtung im Netz

Heilige Kartoffel!

Posted in Uncategorized by anatomin on 23. Mai 2009

Manchmal reicht es, sich einen Unsinn auszudenken und zu googlen, ob jemand dieselbe Idee auch schon hatte. „Sternwasser“ etwa wäre doch ein nettes Produkt, das man unter die Leute bringen kann. Oder „Aurasteine“.

„Aurasteine“?

Es gibt tatsächlich nichts, das zu abwegig wäre, um daraus Kapital zu schlagen! In einem Eso-Forum ist etwa zu lesen:

„Die Shambala Meditation ist überliefert aus der tibetischen Shambala Tradition und wird heute von einigen tausend Eingeweihten auf der Welt praktiziert. Sie dient der intensiven Karmareinigung und der Befreiung von Leid.

Man muss von einem Meister (Acharya) initiiert werden. Bei dieser Initiation materialisiert er deinen persönlichen Aurastein, der in seiner Energie genau mit deiner jetzigen Auraschwingung übereinstimmt. Du erhälst den Stein DIREKT aus Shambala und der Meister ist dabei nur dein „Vermittler“. Zu jedem Stein gehört ein spezielles Mantra, das du auch in der Meditation benutzt.

Vom Zeitpunkt der Initiation an wirst du von Shambala aus geistig und spirituell begleitet. Es kann auch vorkommen, dass einem die bisher materialisierten Aurasteine wieder weggenommen werden, wenn es einen besonderen Anlass gibt. In diesem Fall dematerialisieren sich die Steine einfach wieder. Dies passiert auch dann, wenn man die Aurasteine nicht mehr braucht, d.h. wenn man das Ziel erreicht hat und frei von Sanchita-Karma ist.

Man sollte die Meditation einmal täglich ca 15 Min lang machen. Ich selbst praktiziere diese Meditation schon seit ein paar Jahren und mein Leben hat sich seitdem sehr positiv verändert.“

Aha. Soso. Wer den Stein verliert, bei dem hat er sich einfach dematerialisiert. Nur: Wer sich sowas andrehen lasst, bei dem hat sich wahrscheinlich schon das Hirn dematerialisiert. Aber das ist eine andere Geschichte….

Manchmal fragt man sich, wo die Eso-Abzocker nur all ihre Ideen herholen. Bei den Aurasteinen könnte es einfach sein: Wahrscheinlich sind die aurasteinmaterialisierenden Meister schlichte Zocker, die sich die Nächte mit dem Spiel „Reign of Shadow“ herumgeschlagen haben und die Idee, dass sich dort Aurasteine materialisieren, für ein wunderbares neues Geschäftsmodell hielten. Noch ein wenig mit angeblich tibetanischem Klimbim garniert, und schon finden sich sinnlose Sinnsuchende, welche die Kasse klingeln lassen

Vielleicht holt sich irgend ein „Meister“ in dem Spiel ja noch weitere Inspirationen – dann können wir uns schon bald auf die magische Überraschungskartoffel im Eso-Shop freuen!

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Eine Antwort

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  1. Tammo said, on 17. Juli 2010 at 18:23

    Super geschrieben- göttlich! Und absolut treffend! mehr davon…


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